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Die Synagoge und die Feuerwehr

Bruchsal, 31.10.2019  
Im dritten Obergeschoss des Bruchsaler Rathauses werden zurzeit die 18 Vorschläge zur Nachnutzung des Areals „Altes Feuerwehrhaus“ präsentiert. Foto: Malzer/ Fotofreunde Heidelsheim

Öffentliche Führungen bis 16. Dezember

Von KURIER-Redakteurin Sonja Zeh

Bruchsal. Synagoge, Feuerwehrhaus – wie weiter? So heißt die Ausstellung im dritten Obergeschoss des Bruchsaler Rathauses. Sie zeigt die 18 Vorschläge für die weitere Nutzung des Grundstücks, das frei wird, wenn die Bruchsaler Feuerwehr nächstes Jahr voraussichtlich im Juni in ihr neues Domizil in der Bahnstadt umziehen wird. Die Skizzen basieren auf dem Ideenwettbewerb, den die Stadt ausgerufen hatte. Unter den Vorschlägen sind drei Entwürfe, die von der Jury einen Preis erhielten, zwei eine Anerkennung. Und alle räumen dem geforderten Gedenken an die in der Pogromnacht 1938 zerstörten Synagoge mehr oder weniger einen Platz ein. „Jede Arbeit atmet die Ernsthaftigkeit dieser Auseinandersetzung“, drückte es Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick vorige Woche während der Ausstellungseröffnung aus.

Die Jury habe sich bemüht, die Qualitäten der Arbeiten zu erkennen und aufzuspüren, sagte der Karlsruher Architekt Schmidtler. Die Jury habe sich mit der Bewerbung der Arbeiten anderthalb Tage Zeit gelassen. Es sei, so Schmidtler, ein Prozess gewesen, bei dem man ganz viel Erkenntnisgewinn hatte. Unterteilen kann man die jetzt zu sehenden Entwürfe in drei Kategorien. Bei einem Teil der Arbeiten bleibt die Mitte des Areals frei. Da wird zum Beispiel der Umriss der Synagoge als parkähnliche Anlage hervorgehoben. In der Kategorie „Überbaute Mitte“ werden Ideen gezeigt, welche die Reste der Synagoge unter einem Glasbau konserviert haben wollen. Oder auch digitale Technik kommt zum Einsatz, um den Ort des Gedenkens aufzuspüren. Wie man mit modernen Bauten dort die städtebauliche Ergänzung hinbekommt und neue Räume schafft, ist ein weiterer Bereich.

Öffentliche Führungen

Durch die Ausstellung der Ideen zur Nachnutzung des Feuerwehrareals in der Innenstadt werden öffentliche Führungen angeboten. Termine sind am 4. und 18. November sowie am 2. und 16. Dezember, jeweils um 18 Uhr. Treffpunkt ist am Rathaus am Marktplatz im Foyer im Erdgeschoss.
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