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„Einfach eine tolle Truppe“

Karlsruhe, 29.03.2019  
Die deutschen Unified-Handballer feiern nach dem Schlusspfiff ihren Sieg gegen Kenia. Foto: Klahn

Die Durlacher Handballer sichern sich bei den Special Olympics in Abu Dhabi den dritten Platz

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Karlsruhe (pm). Am 22. März brachte sie das Flugzeug von einem riesigen Erlebnis in die Heimat zurück. Als die Durlacher Andreas Hagel, Eva Karpf, Kai Polefka, Alexandra Schneider und Sebastian Tröndle zusammen mit der mehr als 200-köpfigen deutschen Delegation in Frankfurt aus der Maschine stiegen, hatten sie nicht nur gut 5 000 Flugkilometer und zwei prall gefüllte Wochen des Sports in den Vereinigten Arabischen Emiraten hinter sich, sondern auch einige Scheiben Edelmetall im Gepäck.

Das Durlacher Quintett gehört zur deutschen Handball-Nationalmannschaft von Special Olympics (SO), die sich im Unified-Turnier der SO-Weltspiele in Abu Dhabi im kleinen Finale gegen Kenia den dritten Platz erkämpfte. Bei denSO-Weltspielen zeigten vom 14. bis 21. März über 7 500 Athleten aus mehr als 190 Ländern in 24 Sportarten ihr Können. Bei Unified-Wettbewerben spielen Menschen mit Handicap (Athleten) gemeinsam mit Sportlern ohne Beeinträchtigung (Partner) in einer Mannschaft. Die Linkshänder Hagel und Polefka zählen zu den Athleten im Team, Karpf und Schneider sind ihre Unified-Partner.

Sebastian Tröndle bestimmt als Headcoach Spielweise und Taktik des National-Teams, zu dem neben dem Quintett der Durlach Turnados der Turnerschaft Durlach (TSD) sechs Akteure vom südbadischen Special Olympics Hochrhein und zwei aus dem nordhessischen Eschwege gehören. Über ein Jahr hat sich das Team unter der Leitung von Sebastian Tröndle, Erik Hogreve (Eschwege) und Patrick Emig (Hochrhein) in mehreren intensiven Lehrgängen auf die Weltspiele vorbereitet.

„Die Mühen haben sich absolut gelohnt, wir konnten all das umsetzen, was wir einstudiert haben“, blickte Tröndle zufrieden auf den Auftritt seines „geilen Teams“ zurück. Nach den Hauptrundenspielen gegen Schweden, Spanien, Frankreich und Kenia, war die Krönung das Spiel um Platz drei, in dem die bundesdeutsche SO-Auswahl wiederum auf Kenia traf. Die begeisterten Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne verwandelte die riesige Messehalle in einen Hexenkessel. Die Mannschaft wuchs förmlich über sich hinaus und besiegte den Gegner aus Afrika, gegen den es in der Hauptrunde eine Niederlage gesetzt hatte, in einem Herzschlagfinale in letzter Sekunde mit 19:18 Toren.

„Einfach eine tolle Truppe“, war auch der TSD-Vorsitzende und Vizepräsident von SO Baden-Württemberg, Mathias Tröndle, „so richtig stolz darauf, wie sich die Mannschaft auf der Weltbühne präsentierte“. Das deutsche Team habe „den wahren Geist von Special Olympics gezeigt“, betonte Tröndle, der die deutschen Handballer zusammen mit einem Durlacher Fanclub bei ihrem Auftritt in Abu Dhabi vor Ort natürlich lautstark unterstützte.
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