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K.o.-König greift nach der Krone

Karlsruhe, 25.01.2019  
Trainer Zoltan Lunka (Mitte) hat Vincent Feigenbutz (links) und Ahmad Ali bestens auf ihre WM-Titelfights vorbereitet. Foto: RG

Feigenbutz und Ali nehmen in der Ufgauhalle die GBU-WM-Titel ins Visier

Von KURIER-Redakteur Christof Bindschädel

Karlsruhe. Es ist alles angerichtet für einen aus Sicht der Boxsport-Szene rund um die Fächerstadt historischen Abend. „Die Zuschauer dürfen sich auf spektakuläre Fights freuen“, betont Rainer Gottwald, der Manager von Vincent Feigenbutz, Ahmad Ali und Sarah Bormann, den drei Protagonisten der Sauerland-Boxnacht an diesem Samstagabend ab 17.30 Uhr in der Forchheimer Ufgauhalle.

Im Hauptkampf des Events in dem Rheinstettener Stadtteil trifft „Iron Junior“ Feigenbutz auf den Polen Przemyslaw Opalach. „Das ist ein richtig starker Gegner, dem ich natürlich Respekt zolle. Aber ich werde gewinnen und mir diesen WM-Titel holen“, erklärt der Karlsruher K.o.-König, der 29 seiner 31 Profikämpfe gewonnen hat, 26 davon vorzeitig. Gegen den in Polen als Volksheld verehrten Opalach will Feigenbutz seinen 30. Profisieg feiern und sich die Krone im Supermittelgewicht aufsetzen. Auf dem Spiel steht der vakante WM-Gürtel der Global Boxing Union (GBU) – und im Erfolgsfall hätte Deutschland endlich wieder einen Boxweltmeister. „Das ist mein Zeil, darauf habe ich lange hingearbeitet“, sagt Feigenbutz.

Als Einheizer für den großen Showdown mit Feigenbutz steigt zunächst Ali in den Ring. Der noch amtierende GBU-Weltmeister im Mittelgewicht hat die Gewichtsklasse gewechselt und bestreitet nun seinen ersten Kampf im Superweltergewicht. „Ich bin bereit und bestens vorbereitet. Ich will diesen Titel“, betont der „Pretty Boy“ vor dem Duell mit Denis Krieger; auch hier geht es um den vakanten GBU-WM-Titel. „Wir haben uns bewusst für den Wechsel ins Superweltergewicht entschieden, da Ahmad in diesem Limit noch bessere Chancen auf große Erfolge hat“, erklärt Manager Gottwald, der seine beiden Faustkämpfer im Trainingslager in den slowenischen Bergen genau beobachtet hat.

„Beide sind topfit, sehr gut eingestellt und hungrig auf diese Gürtel“, sagt Gottwald. Auch Zoltan Lunka, seit einem Jahr der Trainer von Feigenbutz und Ali, ist von seinen Schützlingen in höchstem Maße angetan. „Sie ziehen super mit, sind sehr lernwillig und topmotiviert. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs zu arbeiten – und jetzt werden sich beide die Weltmeistertitel holen“, sagt Lunka.

„Zoltan Lunka ist ein absoluter Glücksgriff – er hat alle unsere Boxer auf ein höheres Niveau gehoben“, betonen Gottwald, der Sportdirekter der TS Fightsportmanagement GmbH, und Thomas Schwarz, der Geschäftsführer des Boxstalls mit Sitz in Eggenstein, für den beide Faustkämpfer in den Ring steigen. Mit Bormann hat man bereits eine Weltmeisterin im Stall. Die Championesse im Halbfliegengewicht der GBU und der Women´s International Boxing Federation (WIBF) verteidigt in der Ufgauhalle ihre beiden Gürtel gegen die Belgierin Sanae Jah.
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