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Mehr Beratung in weniger Filialen

Bruchsal, 28.02.2019  
Der Vorstand der Sparkasse Kraichgau ist zufrieden mit der Bilanz 2018: von links Thomas Geiß, Norbert Grießhaber, Michael Reichert. Foto: spk

Sparkasse Kraichgau schließt Geschäftsjahr 2018 zufrieden ab

Von KURIER-Redakteurin Sonja Zeh

Bruchsal. Die Digitalisierung zieht sich immer mehr durch die Sparkasse Kraichgau. Mehr als 55 000 Kunden wickelten voriges Jahr ihre Geschäfte über das Online-Banking ab. Das hat auch den Effekt, dass die Sparkasse den Papierverbrauch reduziert, zum Beispiel nehmen die Überweisungen per Beläge kontinuierlich ab. Außerdem greifen 89 Prozent der Online-Banking Kunden auf die Vorzüge des kostenfreien Elektronischen Postfachs zurück. Im Schnitt rufen 14 000 Nutzer die Homepage der Sparkasse Kraichgau auf. Rund 19 000 Kunden nutzen die Sparkassen App. Sie ist übrigens in der Finanzbranche die am meisten genutzte App und wurde von der Stiftung Warentest als Testsieger ausgezeichnet. Außerdem ist mobiles Bezahlen möglich.

Der Umbauprozess auf digital schreitet weiter voran: Vorteile erhalten Sparkassen-Kunden auch, wenn sie mit der Sparkassenkarte bei den rund 70 Einzelhändlern, Restaurants und Dienstleistungsunternehmen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Kraichgau einkaufen. „Das stärkt das Einkaufen in der Region“, betont Sparkassenvorstandsvorsitzender Norbert Grießhaber. Bundesweit beteiligen sich über 4000 Partner. Es sei zum Beispiel möglich, so Grießhaber, in München auf der Maximilianstraße mit der Sparkassenkarte einkaufen zu gehen, um Geld gutgeschrieben zu bekommen. Auch per WhatsApp nutzt die Sparkasse den Kommunikationsweg zu ihren Kunden.

Dennoch will das Finanzierungsunternehmen unter ihren 122 200 Privat- und Geschäftsgirokonten jene nicht vergraulen, welche ihre Bankgeschäfte telefonisch erledigen. Im Gegenteil: Man trägt dem Kundenwunsch Rechnung. Seit Januar ist die mediale Beratung der Sparkasse am Start, bei der sich Privatkunden per Video, Besucherchat oder Telefon beraten lassen können.    Um auch noch direkter für die Kunden da zu sein, wird ab Mitte des Jahres das Kundenzentrum am Friedrichsplatz des nunmehr 20 Jahre alten Sparkassengebäudes (zusammen mit dem Vinzentiushaus) moderner umgestaltet. Ebenso wird gerade die Filiale in der Kaiserstraße umgestaltet. Das Filialnetz wird insgesamt verkleinert. Ab 1. April sind nur noch 38 statt bisher 56 mitarbeiterbesetzte Filialen erreichbar. Die persönliche Beratung werde nach wie vor groß geschrieben. Sie werde in den Filialen nur intensiver, so Thomas Geiß vom Vorstand. Weil man in einer Filiale nur fünf bis sieben Kunden am Tag hatte, musste man nun andere Wege gehen. Bei der Verkleinerung der Filialen wird es keine Entlassungen geben. Die Sparkasse hat zurzeit 701 Mitarbeiter und 36 Auszubildende.    Nach wie vor wird kräftig gespart – trotz weiterhin Niedrigzinsen. Die gute Wirtschaftslage beschert auch der Sparkasse eine gute Bilanz. Die Bilanzsumme wächst seit Jahren kontinuierlich, erhöhte sich um 35,2 Millionen Euro.    Besonders das Kundenkreditvolumen wuchs. Es konnte um 99 Millionen Euro, beziehungsweise 4, 7 Prozent auf 2 223,5 Millionen gesteigert werden. Es liegt mit 3 238,6 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau. Der Zinsüberschuss der Sparkasse (Grießhaber: „Unsere Haupteinnahmequelle“) ging erwartungsgemäß um 2,3 Prozent zurück auf 58,4 Millionen Euro. Durch das starke Kreditneugeschäft konnte die Sparkasse den Rückgang des Zinsüberschusses etwas abfedern, so der Vorstandsvorsitzende in der Bilanzpresskonferenz vorige Woche in Bruchsal.  Das Sparkassen-Vorstandsteam um Norbert Grießhaber, Thomas Geiß und Michael Reichert zeigt sich mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr insgesamt zufrieden.
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