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Mit Enthusiasmus und neuen Ideen

Ettlingen, 06.12.2018  
Solvejg Bauer und Johannes Arnold freuen sich auf die kommende Schlossfestspiel-Saison, die mit einigen Neuerungen aufwartet. Foto: Sester

Vorverkauf für die Schlossfestspiele 2019 hat begonnen / Bis 27. Dezember gibt es zehn Prozent Rabatt

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Von KURIER-Redakteur Peter Sester

Ettlingen. Nach der langjährigen Intendanz von Udo Schürmer zeichnet in der Festspielsaison 2019 erstmals die im März dieses Jahres vom Gemeinderat ausgewählte neue Intendantin Solvejg Bauer für das Glanzlicht im Ettlinger Kulturkalender verantwortlich. Den bereits bei ihrer Vorstellungsrede spürbaren Enthusiasmus für die Schlossfestspiele zeigte die 42-jährige Theatermacherin erneut beim Pressegespräch anlässlich des Vorverkaufsbeginns vergangene Woche, bei dem sie auf das kommende Programm einging. „Es ist Frau Bauer gelungen, einen neuen Impuls zu setzen, der Kreise zieht“, betonte Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold bei diesem Anlass und meinte weiter: „Ich sehe mit Freude und großer Gelassenheit, was entsteht.“ Schon in den ersten drei Monaten der Zusammenarbeit habe die neue Intendantin bereits viel auf den Weg gebracht und neue Ideen umgesetzt, gab das Stadtoberhaupt zu Protokoll.

„7 Wochen 7 Premieren 7 Zugaben“ lautet das Motto der anstehenden Spielzeit, und die wohl auffälligste Neuerung im Programm ist die Aufführung einer Oper, konkret von Wolfgang Amadeus Mozarts Werk „Die Zauberflöte“. „Wir präsentieren die Zauberflöte als ganz neues Format, als Volksoper mit einem Chor lokaler Talente“, erläuterte Bauer und hob die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei diesem Opern-Projekt hervor. Auch beim Familienstück „Der geheime Garten“ kommen lokale Talente zum Zug – Mädchen und Jungen zwischen neun und zwölf Jahren können sich im Januar bewerben.

Das Ensemble des Musicals „Der Mann von La Mancha“ wird man erstmals auch im Schauspiel erleben. Nur die beiden Hauptrollen des Tennessee Williams-Klassikers „Endstation Sehnsucht“ werden mit reinen Schauspielern besetzt. Die Vorstellungen finden dann nicht mehr im Schlosshof, sondern in der Schlossgartenhalle statt. Das dadurch reduzierte Platzangebot entspricht der tatsächlichen Publikumsnachfrage, so wie sie sich in den vorngegangenen Jahren dargestellt hat.

Ein interaktives Theatererlebnis verspricht „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ von Nassim Soleimanpour, ein Experiment, bei dem es weder Bühnenbild noch Regie gibt. Einzig ein versiegelter Umschlag liegt für den Darsteller bereit. Darin ist sein vorgeschriebener Text, alles weitere entwickelt sich. Das Publikum ist dabei zur Mitwirkung eingeladen.

Bei „Das Geisterschloss“ kreieren Studierende des Faches Regie der Karlsruher Musikhochschule aus E.T.A. Hoffmanns Schauerballaden, Nachtstücken und Gruselmärchen einen Theaterparcours durchs nächtliche Schloss, bei dem sich das Publikum auf unheimliche Begegnungen gefasst machen kann. Mit „Magier Colas“ steht auch erstmals eine Kinderoper auf dem Programm der Schlossfestspiele, entwickelt aus Mozarts Einakter „Bastien und Bastienne“.

Das Kapitel „7 Zugaben“ beinhaltet das „Stadt Wandeln“, bei dem das Festspielensemble gemeinsam mit Bürgern, Chören und Vereinen der Stadt einen ‚erwandelbaren‘ Theaterparcours aus neun musikalischen Stationen präsentiert – bei freiem Eintritt. Weiterhin dazu gehören das Theaterfest, eine Festspiel-Matinee mit Kostproben aus Oper und Musical (Eintritt frei), die kulinarisch-theatralischen Angebote im „Erbprinz“ und im „Padellino“ sowie ein magisches Spektakel mit dem Titel „Sommernachtszauber“. YouTube-Star „Marmeladenoma“ gibt sich live in der Schlossgartenhalle die Ehre und beim neuen Format „Nachgefragt“ haben die Zuschauer die Möglichkeit, die Theaterleute vor Ort mit Fragen zu ihrer Arbeit zu löchern.

Auch der Schlosshof selbst wird neu gestaltet. Das beginnt beim Zugang, der künftig über den Kurt-Müller-Graf-Platz und das Ostportal erfolgt. Die Überdachung – in Zukunft beleuchtbar – wird verändert und höher angehoben, sodass die Festspielbesucher einen freien Blick auf die Schlossfassade haben. Das Orchester wird wieder im Schlosshof platziert.

Infos zu Programm, Tickets und Neuigkeiten rund um die Schlossfestspiele gibt es auf der neu gestalteten Homepage http://www.schlossfestspiele-ettlingen.de im Internet. Bis 27. Dezember erhält man im Vorverkauf noch zehn Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Karten gibt es im Stand auf dem Sternlesmarkt, in der Stadtinformation im Schloss sowie über die Seite http://www.reservix.de im Internet.
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