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Plant, Quillin oder Smith

Karlsruhe, 30.08.2019  
Manager Rainer Gottwald (rechts) versucht für Vincent Feigenbutz zeitnah einen WM-Kampf zu organisieren. Foto: Marco Baumann

Feigenbutz hofft auf einen weiteren Titelkampf noch in diesem Kalenderjahr

Von KURIER-Redakteur Christof Bindschädel

Karlsruhe. Es war ein beeindruckender Auftritt und eine Demonstration der eigenen Stärke, den Vincent Feigenbutz bei der Sauerland-Boxnacht in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle gezeigt hat. Der Weltmeister der Global Boxing Union (GBU) verteidigte seinen WM-Gürtel im Supermittelgewicht mit einem Sieg durch technischen K.o. in der achten Runde über den Spanier Cesar Nunez erfolgreich und sicherte sich zudem den vakanten International Titel der IBO. Nun versuchen Manager Rainer Gottwald und Promotor Nisse Sauerland, für den „Iron Junior“ möglichst noch in diesem Kalenderjahr einen weiteren Titelkampf zu realisieren.

„Wir müssen natürlich schauen, was finanziell machbar ist. Aber Vince hat sich einen solchen Kampf auf jeden Fall verdient und gezeigt, dass er für einen großen Gegner bereit ist“, betont Sauerland. „Vince hat sich in den vergangenen beiden Jahren vor allem boxerisch hervorragend weiterentwickelt, zudem sind seine Kämpfe immer spektakulär. Ich hoffe, dass wir für Vince in den kommenden drei oder vier Monaten einen tollen Fight gegen einen Topmann organisieren können“, ergänzt Manager Gottwald und bestätigt dem KURIER, dass die Planungen hierfür angelaufen sind. Feigenbutz selbst hofft darauf, dass er sich möglichst bald mit einem der besten Supermittelgewichtler der Welt messen und dann natürlich um einen Weltmeistergürtel eines der vier großen Verbände (WBC, WBA, IBF, WBO) boxen darf.

„Mein Ziel ist es, ganz an die Spitze zu kommen. Ich bin bereit und steige gegen jeden Gegner in den Ring“, versichert der Karlsruher K.o.-König, der gegen Nunez seinen 31. Sieg im 33. Profikampf feierte; 28 seiner Fights gewann der 23 Jahre alte Karlsruher vorzeitig. Als mögliche Gegner nennt Gottwald den aktuellen IBF-Titelträger Caleb Plant aus den USA, dessen Landsmann Peter Quillin, den ehemaligen WBO-Weltmeister im Mittelgewicht, oder den amtierenden WBA-Champion Callum Smith (England). „Diese drei Optionen werden vom Team Sauerland gerade geprüft“, sagt der Feigenbutz-Manager.

Ebenfalls angelaufen sind übrigens die Planungen für das nächste Box-Highlight in der Fächerstadt: Am Samstag, 14. Dezember, werden im Karlsruher Weihnachtszirkus nämlich wieder die Fäuste fliegen. „Das wird zum Abschluss des Jahres noch einmal eine überragende Veranstaltung werden“, erklärt Gottwald. Geplant sind zehn bis zwölf Fights in der Manege, unter anderem soll Dreifach-Weltmeisterin Sarah Bormann ihre Titel im Halbfliegengewicht der GBU, der WIBF und der WBF verteidigen. „Wir wollen daraus ein richtiges Volksfest machen“, versichert Impresario Gottwald.
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