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Planungen für Vereinigungskampf laufen

Karlsruhe, 22.03.2019  
GBU-Champion Vincent Feigenbutz (links) möchte sich am 15. Juni zum Doppelweltmeister krönen. Foto: GES/Prang

GBU-Weltmeister Feigenbutz soll am 15. Juni in Ludwigshafen um einen weiteren WM-Titel boxen

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Von KURIER-Redakteur Christof Bindschädel

Karlsruhe. Seit dem 26. Januar ist Vincent Feigenbutz der Weltmeister der Global Boxing Union (GBU) im Supermittelgewicht. Der „Iron Junior“ sicherte sich den vakanten Titel durch einen Sieg durch technischen K.o. über den Polen Przemyslaw Opalach. Dass dieser WM-Gürtel nur ein weiterer Schritt auf dem Weg an die Spitze eines der großen vier Weltverbände (WBC, WBA, IBF, WBO) sein soll, hat Feigenbutz unmittelbar nach seiner Galavorstellung vor 2 200 Zuschauern in der Forchheimer Ufgauhalle klar gemacht.

Mitte Juni soll der Karlsruher K.o.-König das nächste Mal in den Ring steigen – und um einen weiteren WM-Titel boxen. Nach Informationen des KURIER laufen die Planungen für einen Vereinigungskampf auf Hochtouren. „Wir haben für den 15. Juni die Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle reserviert und hoffen natürlich, dass wir den Boxfans dann einen echten Leckerbissen präsentieren können“, sagt Feigenbutz-Manager Rainer Gottwald. „Vincent ist auf jeden Fall bereit dazu, gegen einen Hochkaräter anzutreten“, versichert Trainer Zoltan Lunka, der zusammen mit seinem Schützling noch ein weiteres Ziel verfolgt: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. „Alles ist möglich, wobei die Konkurrenz in Europa – was die Olympia-Qualifikation betrifft – richtig stark ist. Ich sehe dennoch sehr gute Chancen, dass Vince sich auch hier durchsetzt“, erklärt Lunka, der auch als Bundestrainer beim Deutschen Boxsport-Verband (DBV) tätig ist.

Die Ebert-Halle ist für Feigenbutz ein gutes Pflaster: bei seinem ersten Auftritt in der Metropolregion Rhein-Neckar im vergangenen September besiegte der 23 Jahre alte Badener dort Yusuf Kanguel vorzeitig und feierte eine gelungene Generalprobe für den Titelkampf gegen Opalach. Bei seiner geplanten Rückkehr in die Pfalz am 15. Juni will sich der „Iron Junior“ dann zum Doppelweltmeister krönen. „Wenn wir diesen Kampfabend mit einem Titelfight von Vince realisieren könnten, wäre das natürlich genial. Die Halle wäre dann ganz bestimmt rappelvoll“, betont Thomas Schwarz, der Geschäftsführer der TS Fightsportmanagement GmbH, für die Feigenbutz in den Ring steigt; Gottwald hat bei dem Boxstall aus Eggenstein bekanntlich den Posten des Sportdirektors inne.

Denkbar wäre in Ludwigshafen ein Duell mit WBA-Champion Saúl „Canelo“ Álvarez aus Mexiko, der jedoch mit Gedanken spielt, seinen Titel niederzulegen, da er künftig im Mittelgewicht antreten will. Mögliche weitere Gegner wären der US-amerikanische IBF-Weltmeister Caleb Plant oder der Brite Chris Eubank junior, der den IBO-WM-Gürtel hält; der WM-Titel im Supermittelgewicht der WBO ist derzeit noch vakant, wird aber in den kommenden Wochen ausgeboxt. Laut Gottwald gehen die Überlegungen im Feigenbutz-Lager sowie beim Team Sauerland in Richtung IBF oder IBO.

Für die weitere Professionalisierung der Betreuung bei TS-Boxing hat Gottwald vor kurzem einen absoluten Fachmann ins Boot geholt hat. Mike Steverding aus Landau, der aktuell als Physiotherapeut der österreichischen Fußballnationalmannschaft tätig ist und früher unter anderem Athletikcoach des damaligen Basketball-Bundesligisten BG Karlsruhe war, fungiert künftig als Fitnesstrainer und Physiotherapeut. „Er wird uns und unseren Athleten mit seiner Erfahrung und seinem Know-how enorm weiterhelfen“, betont Gottwald.
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