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„Weiterer wichtiger Schritt“

Ettlingen, 05.07.2019  
Onur Semerci, Hans-Peter Föller, Benjamin Bock, Oberbürgermeister Johannes Arnold, Ilyas Avci, Stefan Wanninger und Dieter Prosik (von links) freuen sich über den neuen Service. Foto: pr

„KVV.nextbike“ jetzt auch drei Mal in Ettlingen / Ausleihe ist denkbar einfach

Ettlingen (pm). Anmelden, ausleihen und losradeln: Das Radverleihsystem des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) ist ein weiterer Mosaikstein innerhalb seines umweltfreundlichen Mobilitätsangebotes, das nun auch am Ettlinger Bahnhof in Ettlingen-West, am „Wasen“ und am Stadtbahnhof genutzt werden kann. Dort stehen jeweils vier Räder mit einer Sieben-Gang-Nabenschaltung.

Mit einem davon drehte Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold gleich eine Runde. Es freue ihn, dass nun nach dem Elektrobus und „MyShuttle“ ein weiterer Baustein folge. Alles seien „wichtige Schritte in eine neue Mobilitätszukunft“. Mit Blick auf Stefan Wanninger vom Planungsamt und den Klimaschutzbeauftragten Dieter Prosik erklärte Arnold gegenüber Benjamin Bock von der KVV-Geschäftsleitung: „Wir werden Standorte suchen, um den Menschen, die mit der Bahn kommen, den Umstieg aufs Rad zu erleichtern.“

Als weitere mögliche Standorte nannte der Rathauschef die Stadtwerke, das nördliche Industriegebiet sowie die Mühlenstraße. Bock dankte der Stadt, dass sie sich als Pionierin für die unterschiedlichen Mobilitätsformen zur Verfügung stelle. Es sei ganz entscheidend, den Menschen für die letzten „Meter“ ein Angebot zu machen, dazu gehöre die Räder und demnächst in Karlsruhe auch der e-Scooter. Trotz der hohen Dichte an privaten Rädern in Karlsruhe, werde dort „nextbike“ sehr gut genutzt. Onur Semerci, Projektleiter bei „nextbike“, begrüßte die möglichen Erweiterung der Standorte in Ettlingen.

Auch in Rheinstetten, Bruchsal und Baden-Baden gibt es Standorte, sodass man sich vom Ettlinger Bahnhof per Rad dann auf den Weg nach Rheinstetten machen kann. Dort sollte man das Rad – im Gegensatz zu Karlsruhe – auch bei einem Standort abgeben. Das Serviceteam werde die Standorte ein bis zweimal die Woche anfahren, um nach den Rädern zu schauen, versichert Serviceleiter Hans-Peter Föller. „Rund 6000 Euro zahlt die Stadt für dieses Angebot“, merkte Prosik an. Die Montagearbeiten führt Ilyas Avci vom Baubetriebshof durch.

Die Ausleihe der „KVV.nextbike“-Räder ist denkbar einfach. Nach einer kostenlosen Registrierung, die online unter http://www.nextbike.de, über die „nextbike“-App oder via Kunden-Hotline möglich ist, kann man sich per App die Standorte der Räder anzeigen lassen. Hat man „sein“ Rad ausgewählt und gebucht, wird dieses automatisch freigeschaltet. Die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte, Paypal oder Bankeinzug. Die „nextbike“-App gibt es kostenfrei im Google Play Store und bei iTunes.

Abo-Kunden des Karlsruher Verkehrsverbundes bezahlen statt eines Jahrestarifs von 48 nur 39 Euro. Die ersten 30 Minuten bei jeder Fahrt sind kostenlos. Bei allen anderen Radlern kostet eine halbstündige Ausleihe einen Euro. Den muss man dann auch für weitere 30 Minuten berappen. Bei einer Ausleihe von mehr als 4,5 Stunden wird ein Tagessatz von neun Euro berechnet.
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