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Würdigung für Alex Huber

Bruchsal, 24.10.2019  
Für vier Jahrzehnte ehrenamtliche Tätigkeit bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten wurde Alex Huber (Siebter von links) von Freunden, Weggefährten und Politikern gefeiert. Foto: pr

40 Jahre erster Vorsitzender der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten

Bruchsal (KB). Ein ganz besonderes Jubiläum stand dieser Tage bei der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten an. Ihr erster Vorsitzender Alex Huber ist seit 40 Jahren ehrenamtlich tätig. In einer Feierstunde mit geladenen Gästen hatten sich Weggefährten, Freunde und Partner aus der Politik eingefunden, die von Lebenshilfe-Hauptgeschäftsführer Markus Liebendörfer begrüßt wurden. Darunter der Landtagsabgeordnete Ulli Hockenberger, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick.

Schnaudigel verwies in seiner Laudatio auf die Meilensteine der Lebenshilfe-Entwicklung, die Huber maßgeblich geprägt hatte. Beispielsweise sämtliche Werkstatt- und Wohnheimbauten von 1979 an. Der Landrat lobte die Vorreiterrolle der Lebenshilfe, die ganz stark mit dem Namen Alex Huber verbunden sei. So habe dieser die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Handicap in die Öffentlichkeit gebracht und damit wesentlich zur Inklusion im Landkreis beigetragen. „Dieser gesellschaftliche Beitrag bleibt“, meinte Schnaudigel.

Sven Weigt, Bürgermeister von Karlsdorf-Neuthard und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe verwies in seiner Rede auf das außerordentliche Engagement des Bankfachmanns und gremienerfahrenen ehemaligen Bürgermeisters von Forst, ohne den die Lebenshilfe heute nicht auf so einer soliden wirtschaftlichen Basis stehen würde. „Du hast uns so viel Zeit und Wissen geschenkt“, erklärte Weigt. Petzold-Schick ging auf den Heimataspekt ein, der für Menschen mit Handicap geschaffen worden sei: „Die Lebenshilfe hat mit Ihrer Handschrift vieles geleistet!“ Zudem sei die hiesige Wirtschaft animiert worden, in den Lebenshilfe-Werkstätten produzieren zu lassen.

Auch die Vertreterin der Mitarbeiter mit Handicap aus den Bereichen Werkstatt, Meral Ata, und Wohnen, Andrea Wunsch, sprach ihren Dank aus und wünschte Huber alles Gute für die Zukunft. Ebenso der stellvertretende Vorsitzende des Eltern- und Angehörigenbeirats Wolfgang Straube.

Am Ende der Feier bedankte sich Huber für die vielen Glückwünsche und insbesondere bei seiner Frau. Sie habe ihm den nötigen Freiraum für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten geschaffen. Auch ohne die Unterstützung seitens der Vorstände, der Beiräte und Mitarbeiter sei die Arbeit nicht machbar gewesen. Huber machte den Wert der Betreuung und Arbeit für Menschen mit Behinderung deutlich. Die Produktion in den Werkstätten müsse selbst finanziert sein und dabei gäbe es keinen Rabatt für Qualität und Liefertreue.

Huber unterstrich, mit welcher Freude diese Menschen zur Arbeit gehen, stolz auf die Ergebnisse und Produkte sind und dabei Genauigkeit und Verlässlichkeit an den Tag legen. Zudem verwies er auf die wertvolle Unterstützung des nach seinem Amtsantritt geschaffenen geschäftsführenden Vorstands, dem Fachleute aus den Bereichen Finanzen, Bauwesen und Sozialpolitik angehört haben. Diese Neuordnung und die Übernahme der Geschäftsführung durch Albrecht Schmollinger in einer schwierigen Phase bezeichnete er als großen Glücksfall für die Lebenshilfe, der allein seine weitere Tätigkeit als Vorsitzender möglich gemacht habe.

Einen begeisternden Abschluss bildeten die „Dancing Queens“, die Tanzgruppe der „Offenen Hilfe“, mit einer mitreißenden Darbietung. Stimmungsvoll gestaltet wurde die Veranstaltung vom Bruchsaler Werkstattchor.
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