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„Zusammenhalt im Pluralismus“

Bruchsal, 28.03.2019  
Die junge Jüdin Etty Hillesum im Jahre 1940, die auf dem Weg zu was Neuem, Strahlendem war und dabei viel Mut bewies. Foto: pr

Kulturinitiative regt zur Diskussion an / Ausstellung in der Stadtkirche

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Bruchsal (KB). „Zusammenhalt im Pluralismus. Facetten einer Kultur der Begegnung – „Bis an die Grenzen der Erde.“ Diese Veranstaltungsreihe, die am 28. März um 19.30 Uhr im St. Paulusheim mit einer musikalisch umrahmten Lesung zu Etty Hillesum beginnt, bildet die Fortsetzung der vorhergehenden Tagungen mit dem Thema: „Migration als Chance und Problem“ sowie „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“.

Anlass ist die deutliche verstärkte Diskussion über den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie es die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung erwähnt hatte. Das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Landrat Christoph Schnaudigel und OB Cornelia Petzold-Schick steht, beginnt mit Etty Hillesum. Eine junge Frau jüdischen Glaubens, die ihren Lebenshunger zunächst einmal auf vielen unterschiedlichen Wegen zu stillen suchte und schließlich in der nationalsozialistischen Zeit ihre Wurzeln wiederentdeckte. Sie bricht auf in ihrer ganzen Gebrochenheit mit einem vorbildhaften Mut: „…wenn wir dem Chaos hier nicht Trotz bieten, durch etwas Strahlendes und Starkes, das irgendwo an einem ganz anderen Ort völlig von Neuem beginnt, dann sind wir verloren. Ich werde den Weg zu diesem Neuen, Strahlenden finden.“

Das Projekt setzt sich fort am Sonntag, 31. März mit der Eröffnung der Ausstellung „Bis an die Grenzen der Erde“ um 9 Uhr in der Stadtkirche.

Die Ausstellung beschreibt die ersten drei Jahrhunderte des Christentums, und dokumentiert damit den Beginn einer Lebensform, einer Glaubensüberzeugung, die bis in unsere Zeit hinein das Zusammenleben prägt.

Bei diesem Projekt kooperieren die Gymnasien Bruchsals, das katholische Dekanat, die Seelsorgeeinheit St. Vinzenz, das evangelische Schuldekanat und die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, Institut AuT / Institutsbereich Ausbildung Bruchsal, der Deutsch-Israelischer Freundeskreis e.V. und die Gesellschaft CJZ in Heidelberg.

Alle Veranstaltungen sind frei.
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